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Wut, Ärger und Frust bei der Einwohnerversammlung in Dilsbergerhof 15. März 2019 |
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Die Friedhofskommission des Dilsbergerhofes hatte am Freitag, den 15. März zur Einwohnerversammlung im ehemaligen Gasthof Pflug eingeladen, um der Bevölkerung mitzuteilen, dass sie sich auflösen wird, da die katholische Kirchengemeinde den Friedhof in Dilsbergerhof zum 1. Februar 2019 in Eigenregie übernimmt und dem Friedhofskomitee jede weitere Tätigkeit untersagt. |
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Was hat es mit diesem Friedhof auf sich? Karl Maurer vom Dilsbergerhof hat 1948 seine hinter der Herz-Jesu-Kapelle liegende Wiese der katholischen Kirchengemeinde überlassen, damit dort ein Friedhof für die in Dilsbergerhof wohnende Bevölkerung geschaffen werden konnte. Die Übertragung an die Kirche war deswegen notwendig, weil nur die Kommunen oder die Kirchen Friedhöfe betreiben dürfen. |
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- „Sie reden von Weltfrieden und zerstören die Dorfgemeinschaft“. - „Es ist auch eine Frage des Stils. Plötzlich werden wir vor vollendeten Tatsachen gestellt“. - „Eine seit siebzig Jahren bestehende Initiative wird einfach zerschlagen. Das wird eine Welle auslösen, die noch über sie kommen wird“. - „Meine Spende habe ich für den Friedhof gegeben, nicht für die katholische Kirche – ich will mein Geld zurück“. |
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Bilder Friedhof 2011 | ||
Danach erklärte Pfr. Endisch spontan, dass er die Frist, ab der die neuen Gebühren erhoben werden sollen – das sollte ab 16.März sein – aufhebe. Die Frist sei damit bis zu einem Gespräch, zu dem der Stiftungsrat zwischen Ostern und Pfingsten einladen werde, ausgesetzt. Er betonte, ehrenamtliche Tätigkeit sei nach wie vor im Friedhof möglich, nur die Verwaltung liege eben bei der Kirche, was nicht wenige Anwesende als zynisch empfanden. Schließlich sicherte er zu, die Meinung und die Emotionen der Bürger des Dilsbergerhofes dem Stiftungsrat vorzutragen. Es sei dann durchaus möglich, dass dieser seine bisherigen Beschlüsse ändere. |
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Bilder Friedhof 2019 | ||
Der ebenfalls anwesende Ortvorsteher Hoffmann, mit dem der Stiftungsrat noch zusammen mit dem Bürgermeister ein Gespräch zu führen gedenkt, betonte, dass die Gemeinde mit der ganzen Angelegenheit nichts zu tun habe und deshalb bei dem Gespräch auch nicht mit irgendwelchen Ergebnissen zu rechnen sei. |
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Alle weiteren vorgetragenen Argumente von Georg Ruhland und anderen wurden dann von Pfr. Endisch nicht mehr aufgegriffen. Er verließ die Versammlung, wobei er den Anwesenden für ihr bisheriges Engagement für den Friedhof dankte und ein Weinpräsent hinterließ. Georg Ruhland dankte Herrn Pfr. Endisch, dass er trotz seiner ursprünglichen Absage doch noch gekommen sei. |
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R.I.P. ist ein Akronym und kommt aus dem Englischen. Es steht für "Rest in Peace", was so viel bedeutet wie "Ruhe in Frieden". ... Die Abkürzung kommt ursprünglich aus dem Lateinischen und steht dort für "Requiescat in pace", was ebenfalls mit R.I.P. abgekürzt wird. |
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Die Versammlung war mit dem offiziellen Teil noch lange nicht zu Ende. Viele Einwohner des Dilsbergerhofes diskutierten unter sich noch weiter. Dabei konnte festgestellt werden, dass keine und keiner der Anwesenden Verständnis für das Verhalten des Stiftungsrates der Seelsorgeeinheit Neckar-Elsenz hatte. |
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Text: Walter Berroth Bilder: Burkhard Zantopp/Ingrid Schmitt (Bild 2+3) 20.03.2019 |
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