8 Teilnehmer: Hajo Hoffman, Andreas Bellem, Günter Beck, Dieter Münch, Wolfgang Maurer, Axel Fischer, Christoph Hillebrand, Jürgen Maurer. |
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Biketour ins Tannheimertal 2018 Dilsberger Mountainbiker wieder unterwegs in den Alpen 21. - 24. Juni 2018 |
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Von dort aus begann unsere Rundtour, die unter Mountainbikern als Paradetour im Tannheimer Tal bezeichnet wird. Auf einer asphaltierten Straße geht es immer aufwärts bis zur kleinen Ortschaft Rauth (ca sieben Häuser) und zu unserer Überraschung mit eigenem kleinem Feuerwehrhaus. |
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Hier endete die ausgebaute Straße und bei der ersten Abzweigung dem Wergweiser rechts folgend ging es über eine steile Schotterstraße mit in weiten Serpentinen nach oben. Bevor der Weg in den Meranersteig abzweigte, ging der Weg noch leicht bergab. Der Meranersteig ist ein Höhenweg mit herrlichem Panoramablick und führt bis zur Bergstation der Krinnenalpe in 1527 m Höhe. |
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Von dort ging es in einer fahrtechnisch anspruchsvollen Abfahrt bis hinunter zur Talstation des Tennenbergliftes in Nesselwängle. |
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Am Haldensee entlang führte uns der Weg an Tannheim vorbei bis zur Abzweigung auf der linken Seite hoch zu unserem nächsten Ziel. Nach einer schweißtreibenden Auffahrt bis in 1410 m Höhe erreichten wir die Stuiben-Sennalp. |
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Dort haben wir eine Mittagsrast eingelegt und uns mit hausgemachten Suppen gestärkt. Danach hieß sich fertigt machen für die Abfahrt hinunter zum nächsten Ort nach Schattwald. |
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In Schattwald angekommen haben wir die Talseite gewechselt und den nächsten Anstieg hoch zum Lohmoos in ca. 1470 m Höhe genommen. Die Abfahrt von dort oben führte uns wieder hinunter ins Tal nach Grän, hier haben wir ein gemütliches Dorfkaffe entdeckt und unseren Kalorienspeicher mit leckerem Kuchen wieder aufgefüllt haben. |
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Der Heimweg führte uns auf dem Radweg entlang am Nordufer des Haldensees, vorbei an unserem morgendlichen Ausgangspunkt der Tour der „Kapelle Maria-Hilf“ weiter talwärts in einer rasanten Abfahrt (diese sind wir Morgens hochgestrampelt) bis nach Weißenbach am Lech und weiter auf dem Lechtal-Radweg zurück zu unseren Quartier nach Höfen. |
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2. Tag Dilsberger Biker erfinden unfreiwillig neue Extremsportart „Push bike through rough terrain“ |
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Der Tag begann ganz unspektakulär mit einem leckeren Frühstück und wolkenlosem blauem Himmel und nach dem morgendlichen technischen Bike-Check fuhren wir entlang des Lechtalradwegs an Reute vorbei nach Musau bis zur „Raststätte Bärenfalle“ bzw. dem Abzweigung ins Raintal. |
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Die Route beginnt hier zwar sehr steil mit 21% aber fahrbar für Konditionstiger, das heisst auf einer Schotter-Strecke von 6,2 km sind 700 hm zu überwinden mit durchschnittlich 11,8 % Steigung, vorbei an der Musauer Alm bis hoch zur Otto Mayr Hütte, dort haben wir eine kurz Rast gemacht. Fazit: schweißtreibend aber es lohnt sich. |
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Nach einer kleinen Rast mit Sportlernahrung (Pasta, Kuchen oder Hauswurst mit Kraut) hieß es sich nichtsahnend vorbereiten auf die eigentliche Herausforderung an diesem Tag „Push bike through rough terrain“ übersetz heißt das “Fahrrad durch unwegsames Gelände schieben“. |
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Dafür hatte unser Guide scheinbar extra einen Parcour ausgewählt, der uns konditionell an unsere Grenzen bringen sollte. Ab dem Start an der Füssner Hütte in 1550 m Höhe musste das Bike nur noch geschoben bzw. getragen werden. Am Alpengarten vorbei, ging es steil hoch über die Baumgrenze hinweg und in unzähligen Serpentinen hoch bis zum Raintaler Joch und von dort wieder ab und wieder aufwärts bis zum Füssner Jöchl und der Sonnenalm in 1800 m Höhe. |
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Der schmale Pfad dorthin mit Passagen bis zu 33 % Steigung, war übersät mit groben Steinen, Geröll und Baumwurzeln von Latschenkiefern. Wanderer die uns respektvoll entgegen kamen, mutmaßten das unser Guide wohl jedes einzelne Hindernis dort persönlich abgelegt haben müsse und sich an unsere Quälerei ergötze. Das haben wir nicht weiter kommentiert, nach dem Motto nicht nachdenken weiter gehts ! Nach ca 75 Minuten mühsamen Aufstieg sind wir am Füssner Jöchl angekommen und jeder von uns dachte das war,s jetzt mit der Schinderei, doch weit gefehlt! |
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Nach einer kurzen Euphorie holte uns die Realität wieder auf den Boden bzw. Berg zurück, denn nach dem Erreichen des nächsten Grates, standen wir vor einem steilen Abgrund und unser Ziel die Bad Kissinger Hütte lag auf der gegenüberliegen Talseite. |
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Als erstes suchten wir Blickkontakt mit den entgegenkommenden Wanderern Ergebniss: mitleidige Blicke, warum wohl ? aber Jammern half nichts, jetzt ja nichts anmerken lassen. Also das Bike wieder auf die Schultern nehmen und abwärts tragen oder schieben ca 250 Hm und 60 Minuten hinunter bis zu einer Weggabelung. |
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Hier trennte sich die Spreu vom Weizen, denn die Nachzügler der Gruppe hatten Schwierigkeiten den Anschluss zu halten und unser Guide hatte Aufgrund seiner hervorragenden Ortskenntnisse leichte Vorteile. Er hat mit in einer Fünfergruppe von hier aus das Bike wieder hoch zur Kissinger Hütte in 1788 m Höhe getragen und geschoben, immer furchtlos voraus und alles am Griff. |
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Fazit der Tour: Diese Tour wird für uns als „extrem“ in Erinnerung bleiben!! Anmerkung: wer möchte kann sich uns nächstes Jahr anschließen, allerdings ist fleißiges/regelmäßiges Training erforderlich. Wir treffen uns immer/jeden Samstag Mittag um 15 Uhr bei der Volksbank im Neuhof (Busshäuschen) Text: Andreas Bilder: Christoph , Andreas, Wolfgang |
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