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Rosenmontagsfasching der Senioren Riesengaudi mit vielen Vorträgen und bunter Kulisse - US-Präsident kam persönlich vor Ort 27. Februar 2017 |
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Einen lustigen und vergnüglichen Nachmittag erlebten die gut 40 Teilnehmer am diesjährigen Rosenmontagsfasching der Seniorengemeinschaft Dilsberg-Mückenloch im bunt geschmückten Mückenlocher Gemeindesaal. Die Leiterin Renate Hinz begrüßte zunächst die bunt kostümierte Narrenschar mit einem Faschingsgedicht, ... |
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... danach stimmte ihr Serviceteam nach der Melodie von: „Jetzt kommen die lustigen Tage“ und speziellem Liedtext auf den Nachmittag ein. |
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Musikalisch begleitet wurde das gesamte Faschingsprogramm vom Hausmusiker Horst Gaul mit Akkordeon und am Keyboard. Durch seine fetzigen Stimmungslieder und Ohrwürmer kam im Saal sehr schnell Karnevalsstimmung auf. |
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Die Vortragsrunde eröffnete Iris Jammernegg mit der Beschreibung einer „Nur-Hausfrau“ und stellte einen interessanten Vergleich zwischen einst und heute mit all seinen technischen Neuerungen im Haushalt dar. Nach der ersten Kaffeerunde mit leckerer Torte, Kuchen, Berliner und Quarkbällchen, war dann Bewegung im Saal angesagt. |
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Das Serviceteam lud auf der Bühne musikalisch nach der Melodie „Eine Seefahrt, die ist lustig“ zur Verdauungsgymnastik ein, die von den närrisch gekleideten „Fasnachtern“ an ihren Plätzen eifrig genutzt wurde. Lautstark gelacht werden konnte bei der nächsten Büttenrede, vorgetragen in kurpfälzer Mundart von Traudl Greulich, die von ihrer letzten privaten Silvesterparty zu berichten wusste und all dem, was in der Vorbereitung und Durchführung „schiefgelaufen“ war. Letztendlich stöhnte sie immer wieder heraus: „Wor des ä silvester!“ |
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Mit seinem Soloauftritt auf der Bühne mit Akkordeon konnte anschließend Horst Gaul nach der Melodie „Griechischer Wein“ mit seinem Liedbeitrag „Mücklocher Moscht“ begeistern, das er textlich auf Mückenloch und seine persönlichen Erfahrungen beim Besuch im Gasthaus „Krone“ abgestimmt hatte. |
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Unter Einspielung der US-Hymne folgte schließlich der Einmarsch von US-Präsident Donald Trump mit US-Fahne, parodiert von Michael Keller. Vor dem Flug nach Deutschland hatte er mit Blick auf eine Landkarte gemeinsam mit seiner Frau Melania festgestellt, dass Dilsberg und Mückenloch zwar in der Nähe von Heidelberg lag, dass diese aber in Zentralafrika liegen mussten. In wechselndem deutsch-amerikanischem Slang versprach er zunächst, zum Schutz vor einer drohenden hessischen Invasion aus Neckarsteinach eine sehr hohe Mauer um Dilsberg und Mückenloch bauen zu lassen. |
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Schließlich hätten sie es bereits vor zwei oder drei Jahren vergeblich versucht, von Hessen über den Neckar nach Baden-Württemberg zu kommen. Er könne auch nicht verstehen, warum manche Amerikaner im Weißen Haus in Washington immer wieder anfingen zu singen: „Da kommt der Tramp, Tramp Tramp aus der Pfalz“. |
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Ein weiteres Problem sah er auch in der Renovierung der Friedensbrücke nach Kleingemünd, für die von der Stadtverwaltung Neckargemünd im Sommer 2017 eine Dauer von 3 Monaten anberaumt wurde, was er als absolute FAKE bezeichnete. Eine besondere Gefahr sah er in der Bewältigung des umgeleiteten Verkehrs zwischen beiden Stadtteilen, insbesondere aber in der Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln aus den Discountern auf der Nordseite des Neckars. Dazu habe er die Idee, seine Marines von der US-Navy sowie die US-Airforce als Luftbrücke einzusetzen, um die Versorgung der Stadt und des Hinterlandes –DILSBERG FIRST!— sicherzustellen. Sein Motto: “ I will bring you all you need an all you can eat !” (Anm: Die RNZ berichtete in ihrer Ausgabe vom Faschingsdienstag in ähnlicher Weise) Abschließend sprach der neue Präsident von der damaligenSex-Affäre Clinton – Lewinsky, was ihn dazu gebracht habe, durch seine Kondomfabrik die Marke „BILLY BOY“ in „King-Size“ produzieren und auf den Markt bringen zu lassen. |
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Mit einem Stück „Schwarzwälder Kirsch“ auf ihrem Teller erschien schließlich Ulrike Gaul auf der Bühne, begleitet von ihrem Mann Horst mit der Melodie “Aber bitte mit Sahne!“ In Anlehnung an den Song von Andrea Berg „Du hast mich tausendmal belogen“ besang sie mit ihrem Titel „Ich hab´ mich tausendmal gewogen, ich machte tausendmal Diät“ ihre vergeblichen Versuche, von ihrem Gewicht herunterzukommen. Sie akzeptierte am Ende ihre derzeitige Figur und war damit zufrieden. |
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Den politischen Beitrag setzte Hannelore Martin in ihrer Büttenrede. Manche leere Phrasen von Politikern verglich sie mit dem Quaken eines Frosches, die sich im Laufe der Zeit auf ihrer Karriereleiter durch ständiges und lautes Wiederholen zu einer Spitzenposition nach „oben gequakt“ haben und eigentlich doch nichts zu sagen hätten. |
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Den Abschluss auf der Bühne machte eine aus dem Serviceteam gebildete Mädchenklasse und ihrer Klassenlehrerin, gespielt von Ulrike Gaul. Ihre Nachfrage nach den täglichen Verspätungen zum Unterrichtsbeginn förderte bei ihren Schülerinnen so manche simple aber bei Kindern durchaus plausible Erklärungen und Notlügen zu Tage. Auf gezielte Fachfragen oder auch zu den Hausaufgaben erhielt sie von den Mädchen die kuriosesten Antworten, die das Publikum zum Lachen verführten. |
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Angeführt von der „Teufelin“ Elisabeth Eckerle bildete sich schließlich ein bunter Narrenwurm, der am Ende der Veranstaltung in einer Polonaise lautstark und mit viel Helau seine Bahnen durch die Sitzgruppen zog. |
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Die Farbenvielfalt im Saal sowie die Vielseitigkeit des Programms hinterließen bei Teilnehmern und Akteuren einen äußerst heiteren und stimmungsvollen Eindruck. |
Text: Michael Keller Bilder Roland Rupp 02.03.2017 |